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| Shrek - Der tollkühne Held |
Eine Sehnsucht nach Realismus beherrscht zur Zeit den Animationsfilm. Die unglaublichen M'f6glichkeiten, die sich Trickfilmern dank der neuesten Computertechnologie er'f6ffnen, haben den Wunsch nach Filmen geweckt, die in jeder Hinsicht nat'fcrlicher wirken als die fr'fcheren Zeichentrickfilme. So ist auch
i Dinosaurier
i0 entstanden, dessen Authentizit'e4t nur mithilfe der neuen Technologien zu realisieren war. Aber selbst das war nur ein Anfang, und man kann nur erahnen, was die Zukunft im Bereich der ganz und gar aus dem Computer kommenden Animation bringen wird. Einen weiteren entscheidenden Schritt in diese Zukunft hat nun Dreamworks, das Studio das schon
i Antz
i0 produzierte, mit
i Shrek -- Der tollk'fchne Held
i0 gemacht.
Shrek ist ein Oger, also ein riesiges gr'fcnes Monster mit einem ziemlich schlechten Ruf. Weil die Menschen sich vor ihm f'fcrchten und glauben, er wolle sie verspeisen, lebt Shrek zur'fcckgezogen und verbittert in seinem Sumpf, aus dem er jeden Eindringling verscheucht. Aber dann schiebt der fanatische Herrscher Farquaad alle Fabelwesen aus seinem Reich in Shreks Sumpf ab. Um wieder seine Ruhe zu haben, muss sich der Oger zusammen mit einem sprechenden Esel auf eine gef'e4hrliche Mission begeben. Nur wenn er die in einem Turm gefangen gehaltene und von einem gef'e4hrlichen Drachen bewachte Prinzessin Fiona rettet und zu Farquaad bringt, soll er seinen Sumpf zur'fcckerhalten.
Im Prinzip folgt
i Shrek
i0 ganz den Konventionen, die sich in den letzten Jahren im Hollywood-Animationskino etabliert haben. Der Held ist m'fcrrisch und alles andere als ein klassischer Held. Er muss sich erst noch bew'e4hren, genauso wie sein Begleiter, der mit seinen st'e4ndigen Plappereien f'fcr einen Teil der Komik sorgt. Wie in allen Trickfilmm'e4rchen dieser Art wechseln sich auch hier eher derbe Gags mit parodistischen Zitaten aus anderen Kinofilmen ab. Allerdings wirkt die Geschichte vom Oger, der eigentlich nur geliebt werden m'f6chte, und dem Herrscher, der sein Reich in ein Paradies der Reinheit und der Sch'f6nheit verwandeln will, um einiges einfallsreicher als die meisten vergleichbaren Disney-Produktionen der letzten Jahre.
Doch wirklich spannend wird der von Andrew Adamson und Vicky Jenson inszenierte Film erst durch seine Animation. Noch nie sahen Menschen so realistisch in einem Trickfilm aus wie hier, noch nie wirkte ihre Mimik so genau und so expressiv. Dies alleine w'e4re vielleicht gar nicht so reizvoll, schlie'dflich liegt der Zauber von Animationsfilmen nicht unbedingt in naturgetreuen Bildern. Allerdings entsteht in
i Shrek
i0 ein faszinierender Kontrast, wenn "echte" Menschen auf M'e4rchenwesen, wie einen Oger und einen sprechenden Esel, treffen. Eine ganz neue M'e4rchenwelt entsteht, die fremd wirkt und doch vertraut.
i --Sascha Westphal
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