Das große Krabbeln

Eine magische Stimmung lag in der Luft, als die Leute von Pixar 1995
i Toy Story
i0 , den ersten komplett computeranimierten Film, herausbrachten. Ihr zweiter Film
i Das gro'dfe Krabbeln
i0 trifft zwar nicht ganz den Punkt, doch ist Pixars Ziel so erhaben, dass man gar nichts anderes tun kann, als den Streifen umwerfend zu finden.
Gl'e4nzender und farbenpr'e4chtiger als der andere animierte Insektenfilm des Jahres 1998 (
i Antz
i0 ), erz'e4hlt
i Das gro'dfe Krabbeln
i0 die s'fc'dfe Geschichte von Flik (dem Kai Wiesinger seine Stimme leiht), einer Ameise, die mit allen Mitteln versucht, ein besseres Insekt zu sein. Doch in seiner Kolonie dreht sich alles nur um die Heuschrecken (angef'fchrt von Hopper mit Furcht erregenden Synchronstimme von Rufus Beck), die es zu f'fcttern und zu f'fcrchten gilt. Als Flik aus Versehen den winterlichen Nahrungsvorrat f'fcr die Heuschrecken zerst'f6rt, beschlie'dft er Hilfe zu suchen ("Wir brauchen gr'f6'dfere Insekten!"). Die restlichen Ameisen, angef'fchrt von Prinzessin Atta (Madeleine Stolze) k'f6nnen den Unruhestifter nicht schnell genug loswerden. Und doch findet er Unterst'fctzung -- eine tapfere Gruppe Kampfinsekten -- und bringt diese mit in die Kolonie.
Leider entpuppen sich die angeblichen Krieger als pazifistischer Wanderzirkus, der jede Auseinandersetzung scheut. Wie auch schon in
i Toy Story
i0 ist die Zusammenstellung der Kreaturen und Stimmen erstaunlich und oft h'f6chst einfallsreich. Zu den H'f6hepunkten z'e4hlen Franzi (Ivar Combrinck), der cholerische Marienk'e4fer, den alle f'fcr ein weibliches Insekt halten, die bayrisch sprechende Raupe Gustl (kein anderer als Otfried Fischer), der "wandelnde Spazierstock" Slim (Fritz von Hardenberg) oder Chiwap und Chichi, die beiden unverst'e4ndlichen Pillendreher. Die Show stiehlt ihnen allen aber Attas kleine Schwester Dot (gesprochen von Caroline Schwarzmeier), die eine gro'dfe Schw'e4che f'fcr Flik hat.
Obwohl
i Das gro'dfe Krabbeln
i0 sanfter und kinderfreundlicher ist als
i Antz
i0 , kann der Film trotzdem mit guter Spannung und mitrei'dfendem Showdown zwischen Flik und den B'f6sewichten aufwarten. Trotzdem wird man 'fcber diesen Film -- im 'dcbrigen ein weltweiter Erfolg -- wegen seines wohl kreativsten Einfalls noch lange reden: wegen der "Outtakes" w'e4hrend des Abspanns, wie wir sie aus zahlreichen Realfilm-Kom'f6dien kennen. Diese ungef'e4hr ein Dutzend Szenen sind hervorragend und verdienen einen besonderen Stellenwert in der Geschichte des Films, gleich neben der anderen so hei'df diskutierten Szene von 1998: Die Landung der amerikanischen Truppen in der Normandie aus
i Der Soldat James Ryan
i0 . Das Video enth'e4lt au'dferdem Pixars witzigen, Oscar-gekr'f6nten Kurzfilm
i Geri's Game
i0 .
i --Doug Thomas
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